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Blau. Zum nachmachen.

Es ist ein ganz normaler Sonntagnachmittag. Ich bin zum Geburtstag einer Freundin eingeladen. Viele Gäste sind anwesend. Es gibt leckeres Essen. Die Stimmung ist gut. Draußen macht sich die winterliche Kälte breit, aber hier drinnen ist es mollig warm. Obwohl ich gerade pappsatt vom Frühstück direkr hierher gekommen bin, kann ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, das Buffet in Augenschein zu nehmen. Da gibt es verschiedene Quiches, Brot, Kuchen, eine Käseplatte, diverses Obst…  Und dann sehe ich da plötzlich etwas Blaues! Es rückt gleich auf der anderen Seite des Buffets in mein Blickfeld. Neben den beigen, gelben und pastellfarbenen Tönen der Speisen eine interessante Abwechslung. Anmutig hüpft das Blau auf und ab. Ich wage einen Blick nach oben und da seh ich ihn. Ein hübscher blauer Strickpulli eines anderen Geburtstagsgastes tanzt vor mir um das Buffet herum. Das Mädel sieht ähnlich aus wie ich. Aber das Strickmuster, und dieses Blau…! ‚Ein wirklich schöner Pulli!‘, denke ich mir.

Der Geburtstagsnachmittag verläuft sehr angenehm. Gute Gespräche, das Essen schmeckt so gut, wie es aussah und endlich mal etwas Entspannung vom stressigen Alltag. Doch der Pulli gibt mir keine Ruhe. Immer wieder schaue ich zu ihm herüber, und stelle mir vor, wie gut er doch auch zu mir passen würde! Oder liegt es nur an dem Mädel, dass er so gut aussieht? Und ob es den überhaupt noch irgendwo zu kaufen gibt?

Schließlich, kurz bevor ich gehen will, frage ich das Mädel dann doch noch, wo sie das gute Stück erworben hat. „H&M. Letztes Jahr.“ Frustrierend! Und dann auch noch: „Er ist wirklich super bequem.“

So ist es bei mir immer. Wenn ich ein neues Kleidungsstück benötige und mich auf Shoppingtour begebe, bin ich selten erfolgreich. Ich habe viel zu konkrete Vorstellungen im Kopf, denen keins der Produkte entspricht. Und im letztendlich finde ich dann nur anderen tollen Kram, den ich aber gar nicht brauche.

Im Fall „blauer Pulli“ kam mir dann aber zum Glück die rettende Idee: Kleiderkreisel! Eine online Plattform für Second Hand Kleidung. Dort gab ich dann fix meine Suchkriterien ein: Strickware, blau, Größe 38. Ich scrollte mich durch gefühlte 1352 Artikel. Und schließlich: Da war er! In meiner Größe, kaum getragen, für schlappe 5€. Ab in den Warenkorb und ab zu mir! Mit dem Ergebnis das ich mir erträumt habe. Er passt, hält warm und sieht nach meinem Geschmack gut aus. 😉

Die Story ist nicht besonders spannend. Aber mich hat sie wirklich glücklich gemacht. (Es sind doch die kleinen Dinge!) Ich erzähle sie, weil ich damit zum Nachahmen anregen möchte. Unsere Gesellschaft leidet unter dem Überfluss der heutigen Zeit. Wenn uns etwas nicht mehr gefällt, kaufen wir einfach etwas neues. Haben wir eine Hose zu heiß gewaschen, landet sie auch gerne mal im Müll.

Mir selbst bereitet es nicht nur Freude, Second Hand einzukaufen, sondern auch, meine eigenen Kleider und Haushaltsgegenstände anzubieten. Dabei geht es nicht ums Geld. Sondern darum, weniger Dinge wegzuwerfen und sie dafür wiederzuverwerten. 

Amen 🙂

Letzte Nacht

Ich bin im Auto meiner Eltern unterwegs. Plötzlich sehe ich am Straßenrand einen kleinen Eisbär. ‚Perfekt!‘, denke ich.
Ich halte neben dem Eisbär an, öffne die hintere Fahrgasttür und rufe: „Hey! Hast du vielleicht Lust, dich an meiner Studie zu beteiligen? Du musst auch nur ein paar Fragen beantworten und etwas Urin abgeben.“
Der kleine Eisbär schaut mich neugierig an, hopst ins Auto und erkundet seine neue Umgebung. Ich warte geduldig und trommle freudig mit den Fingern aufs Lenkrad. Fast bin ich ein bisschen stolz, dem kleinen Eisbär dieses neue Stückchen Welt zeigen zu können.
Wenige Minuten später taucht der Kopf des Eisbärs neben meinem auf. Er schnuppert in die Luft, schaut mich kurz an. Und dann, während er schon wieder auf die Straße springt, ruft er: „Nein! Vielen Dank. Den Urin habe ich dir aber trotzdem da gelassen.“

Trend: Zweitfahrrad

Ich dachte, der Trend unter Studenten tendiert zum Zweitfahrrad.

Heute wurde ich eines Besseren belehrt.

2016-11-16-15-24-43

Ein neues Rezept.

Vor zehn Minuten erschien mir das alles noch wie eine tolle Idee. Mein Kopf war voller Ideen!
Übrig geblieben ist die klägliche Idee, meinen Blog zu reanimieren.

Dabei ist es ein perfektes Rezept.
Ein Rezept zum Schreiben.
Ein Rezept für mehr Harmonie.
Ein Rezept dafür, die Bedürfnisse der Journalisten in mir zu stillen.

Es gibt so viel zu erzählen und zu kommentieren.

Doch die Hürde ist groß.

Jüngst wurde ein höchst fragwürdiger Politiker in eine wichtige Position versetzt. Während ich dieses Ereignis ungläubig und denkwürdig ironisch finde, ist es durchaus bemerkenswert, wie jemand so frei heraus seine Überzeugungen und Einstellungen preisgibt. – Ohne Rücksicht auf Verluste.
Doch erstmal nicht mehr dazu. Ich möchte nur darauf hinaus, dass ich in so großer Weise das völlige Gegenteil bin. Ich halte zum Beispiel lieber meinen Mund, als auch nur einer anderen Person auf den Schlips zu treten. Wenig förderlich beim Verfassen eines Blogs.

Ein kleines Beispiel? Diese knappen Zeilen habe für mich mehr als 30 Minuten harte Arbeit bedeutet. Aber für mich erscheint es wie eine neue Aufgabe. Der ich mich gerne stelle.

Als Happy End nun aber wirklich ein Rezept.

https://lisafaraway.wordpress.com/2016/11/16/krosse-tofuwurfel-auf-roter-beete-suppe/

Krosse Tofuwürfel auf Roter-Beete-Suppe

Felix and Susen on a Trip

see the world with orienteering

La Belle Vie

Im Leben geht es nicht darum zu warten, dass das Unwetter vorbeizieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen.

My time in England.

experiences * pictures * thoughts

susen and orienteering

Heja Sverige friskt humör det är det som Susen gör!

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